Die Abfallbroschüre 2025 der Kreisstadt Saarlouis wird in der 50. KW über den Wochenspiegel an alle Haushalte verteilt!
Achtung:
Die neue Abfallbroschüre 2025 der Kreisstadt Saarlouis wird in der 50. KW über den Wochenspiegel an alle Haushalte in Saarlouis verteilt.
Der darin enthaltene Abfallkalender informiert über alle Abholtermine der Restmüll-, Bio-, Papier- und gelben Tonne in übersichtlich kalendarischer Form. Ihren Bezirk können Sie dem beiliegenden Straßenverzeichnis entnehmen. Des Weiteren sind dieTermine der Tannenbaumabholung und des Öko-Mobil vermerkt. Die Broschüre enthält zusätzlich wichtige Informationen und Öffnungszeiten rund um das EVS–Wertstoffzentrum, der Kompostierungsanlage, Sperrmüllentsorgung und sonstige Serviceleistungen mit Auflistung der Telefon-Nummern für die wichtigsten Entsorgungsfragen wie z.B. Anmeldung Sperrmüllabholung, Abholung Elektro-Großgeräte und vieles mehr.
Ab Mitte Dezember 2024 ist die Abfallbroschüre 2025 zusätzlich beim EVS Wertstoffzentrum, Fasanenallee 52 und bei der Bürgerinfo im Rathaus kostenlos erhältlich.
Die Abfuhrtermine 2025 können wie gewohnt über den bewährten Online-Abfallkalender www.saarlouis.mein-abfallkalender.online abgerufen werden.
Fragen rund um den Abfall beantwortet Ihnen gerne unser Abfallberatungsteam unter der Telefon-Nr. 06831/48886-501.
Augen auf gegen Gewalt an Frauen
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen informierte, das Frauennetzwerk im Landkreis Saarlouis, in der Passage von Globus, zu den verschiedenen Hilfsangeboten im Saarland und bundesweit.
Am Infotisch gab es viele Adressen und Infomaterialien zu wichtigen und professionellen Hilfsangeboten wie das Bundesweite Hilfetelefon, der Frauennotrufs im Saarland und das Frauenhaus in Saarlouis.
Ziel dieser Aktion war es für dieses Thema zu sensibilisieren und auch Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen.
„Wir möchten den Menschen Mut machen genau hinzusehen und im Fall der Fälle auch Hilfe anzubieten bzw. auf bestehende Hilfsangebote zu verweisen.“, ergänzt Sigrid Gehl Frauenbeauftragte der Kreisstadt Saarlouis.
Der Künstler Mike Mathes zeichnete passend zum Motto “ Augen auf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ auf Wunsch das Auge von Interessierten auf eine große Leinwand. Viele Besucherinnen und Besucher informierten sich am Stand über die Hilfsangebote und ließen ihr Auge von Mike Mathes zeichnen.
Der Geschäftsführer von Globus, Oliver Kirch, beteiligte sich ebenfalls an diesem öffentlichen Statement gegen Gewalt.
Das fertige Kunstwerk wird an verschiedenen Orten ausgestellt, aktuell ist es im Gesundheitsamt und im Frühling in der Cafeteria von Globus zu bewundern.
Das Frauennetzwerk bedankt sich für die freundliche Unterstützung bei Globus Saarlouis.
Autorin Sigrid Gehl
Foto Martina Coniglio
Bildtext Der Künstler Mike Mathes zeichnet das Auge einer Besucherin
Movember im Saarlouiser Rathaus: Männergesundheit im Fokus
Prostata-Krebs, Hodenkrebs, psychische Erkrankungen: Noch immer sind Männer in vielen typischen Krankheitsbildern unterdiagnostiziert. Weltweit macht darauf seit über 20 Jahren die Aktion „Movember“ aufmerksam. Auch die Kreisstadt Saarlouis hat in diesem Jahr eine eigene Movember-Aktion gestartet, um damit für ein wichtiges Gesundheitsthema zu sensibilisieren.
„Krebs ist keine Frage des Alters“, sagte Bürgermeister Carsten Quirin. „Man kann vieles tun, Bewegung, gesunde Ernährung, aber es bleibt eine große Unbekannte dabei.“ 4.000 Männer würden in Deutschland jedes Jahr an Hodenkrebs erkranken – mit guten Behandlungserfolgen. „Anders verhält es sich bei Prostatakrebs: Jedes Jahr kommen in Deutschland 70.000 Fälle hinzu, rund 14.000 Männer sterben daran.“ Statistisch betrachtet erhalte jeder neunte Mann in seinem Leben die Diagnose Prostatakrebs.
„Es ist deshalb immens wichtig, dass wir mit der Movember-Aktion auf das Thema aufmerksam machen und dass wir auch zeigen: Im Rathaus haben wir ein Betriebliches Gesundheitsmanagement, das wir seitens der Stadtspitze sehr gerne unterstützen.“ Sein Appell: „Vorsorge rettet Leben, gebt euch einen Ruck, lasst euch untersuchen!“
Seit mehr als zehn Jahren betreibt die Kreisstadt Saarlouis gemeinsam mit dem Kooperationspartner AOK Rheinland Pfalz / Saarland ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), um Belastungen am Arbeitsplatz abzubauen und gesundheitsfördernde Maßnahmen zu unterstützen. Für den BGM-Steuerkreis erklärte Sascha Schmidt, dass Männer auch seltener als Frauen die hausinternen Gesundheits- und Präventionsangebote annähmen. Es sei deshalb ein wichtiges Signal, dass der Anreiz zum Rathaus-Movember nicht nur aus den Reihen der Beschäftigten kam, sondern dass die Aktion auch durch die gesamte Verwaltungsspitze aktiv unterstützt wurde.
Bildtext: Mit dem Movember im Rathaus haben die Verwaltungsspitze, das Betriebliche Gesundheitsmanagement sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf das Thema Männergesundheit aufmerksam gemacht. Fotos: Lea Mathieu
Bei der Abschlussaktion vor dem Rathaus betonte Bürgermeister Carsten Quirin, mit dem für den Movember typischen Schnurbart, die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen.
Digitales Management für Saarlouiser Gewässerunterhaltung
Am Fraulauterner Bach begann die Fortschreibung und Aktualisierung der Gewässerunterhaltungspläne der Kreisstadt Saarlouis. Ziel der Begehung durch das beauftragte Planungsbüro Hömme ist es, die aktuellen Gegebenheiten an den unterhaltungspflichtigen Gewässern im Stadtgebiet zu sichten, zu dokumentieren und hieraus die erforderlichen Maßnahmen zur Gewässerunterhaltung festzulegen.
Ein zentraler Bestandteil der Bearbeitung ist die digitale Erfassung der Gewässerabschnitte und die damit verbundene Dokumentation der regelmäßigen Gewässerunterhaltungsarbeiten. Durch eine effiziente und nachhaltige Gewässerunterhaltung mittels georeferenzierter und digitaler Erfassung sollen die aktuellen Zustände genau erfasst, analysiert und entsprechende Maßnahmen zielgerichtet abgeleitet werden. Durch den Einsatz moderner Technologien sollen die Prozesse rund um die Gewässerunterhaltung zeitgemäß erfasst und die Bearbeitung und Dokumentation durch das Personal vereinfacht und optimiert werden.
Die Maßnahme stellt somit einen weiteren Schritt der Kreisstadt Saarlouis auf ihrem Weg zu einer modernen SMART-City dar, wodurch auch die Verwaltung effizienter gestaltet werden soll.
Bei dem Termin waren für die Stadtverwaltung neben dem Beigeordneten Gerald Purucker, Michael Hoffmann (stellvertretender Amtsleiter des Amtes für Tiefbauwesen und Vermessung) sowie Dr. Andreas Ney (Amt für Stadtplanung, Hochbau, Denkmalpflege und Umwelt) anwesend. Von Seiten des Planungsbüros Firma Hömme GbR begleiteten Geschäftsführer Frank Hömme und seine Mitarbeiterinnen Marion Lusseau und Luna Schneider den Termin, welche auch die Begehung vor Ort durchführten.
Begehung am Fraulauterner Bach, vl. Dr. Andreas Ney, Beigeordneter Gerald Purucker, Frank Hömme, Michael Hoffmann, Marion Lusseau, Luna Schneider
vl. Marion Lusseau, Frank Hömme, Luna Schneider, Beigeordneter Gerald Purucker, Michael Hoffmann, Dr. Andreas Ney
Frauenbeauftragte im Saarland setzen sichtbare Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Gewalt gegen Frauen ist eine der die weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Sie ist ein globales Phänomen und begegnet uns überall: Zuhause, auf der Arbeit, im öffentlichen Raum und im Netz. Stalking und Belästigung gehören ebenso wie häusliche Gewalt und Vergewaltigung dazu. Egal ob in Indien, Mexiko oder Deutschland: Körperliche und seelische Verletzungen von Frauen sind weltweiter Alltag – ebenso wie der Kampf von Frauen dagegen.
Am 19. November 2024 haben das BMI, das BMFSFJ und das Bundeskriminalamt gemeinsam und erstmalig das Lagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ vorgestellt. Die Zahlen sind alarmierend: 2023 gab es 938 versuchte Femizide, 360 davon mit tödlichem Ausgang. 140 Frauen und Mädchen werden jeden Tag Opfer einer Sexualstraftat. In allen Bereichen (darunter Mord, Sexualstraftaten, häusliche und digitale Gewalt und Menschenhandel) sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.
Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass mehr als 35 Prozent aller Frauen weltweit mindestens einmal im Leben Opfer sexueller oder physischer Gewalt sind. In Deutschland hat jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Jeden Tag versucht ein Täter in Deutschland eine Frau zu töten, an jedem zweiten Tag wird eine Frau ermordet. In etwa der Hälfte der Fälle istder Partner oder der Ex-Partner für diese Taten verantwortlich.
Neben körperlicher und sexueller Gewalt haben auch psychische und emotionale Gewalt gravierende Folgen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benennt Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbeauftragten im Saarland setzte deshalb am 25.11. auch saarlandweit ein sichtbares und deutliches Zeichen „Nein zu Gewalt gegen Frauen“. In Saarlouis, Dillingen, Homburg, Neunkirchen, Püttlingen, Völklingen, St. Wendel, St. Ingbert und dem Saarpfalz-Kreis wiesen Fahnen, Beachflags und auch Banner an Bauzäunen und Brücken auf die klare Position der Frauenbeauftragten hin. Diese fordern gleichzeitig mehr und besser ausgestattete Hilfsangebote sowie die Umsetzung der Istanbul-Konvention, die Deutschland bereits 2018 unterschrieben hat.
Mit der Unterstützung des NBS konnten die Flaggen rund um den Großen Markt gehisst werden. „Gewalt gegen Frauen ist eine Schande, die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf. Mit dieser Aktion setzen wir in Saarlouis ein klares und sichtbares Zeichen: Angriffe auf Frauen sind Angriffe gegen unsere freie und zivilisierte Gesellschaft. Es ist unsere Pflicht, nicht nur hinzusehen, sondern auch zu handeln – durch Aufklärung, Prävention und die Stärkung von Hilfsangeboten“, betonte Oberbürgermeister Marc Speicher.
Auch der Landkreis Saarlouis unterstützte die Aktion: „Der Landkreis und die Stadt zeigen wahrhaftig Flagge und setzen ein sichtbares Zeichen nach außen. Wir stehen hinter der Aktion und möchten diese auch in die Öffentlichkeit tragen!“, so Bernd Valentin, Beigeordneter Kreis Saarlouis.
Die Aktion entstand nach dem Vorbild der Stadt Speyer.
v.l.: Bernd Valentin, erster Beigeordneter des Landkreises, Astrid Brettnacher, Frauenbeauftragte des Landkreises, Sigrid Gehl, Frauenbeauftragte der Stadt und Oberbürgermeister Marc Speicher.
Liedgut auf Leergut: GlasBlasSing zu Gast in Saarlouis
Am Sonntag, 08.12.2024 um 18 Uhr präsentiert die Gruppe GlasBlasSing ihr Weihnachtsspecial „Süßer die Flaschen nie klingen!“ im Theater am Ring und zeigt dem Publikum, wie Recycling, Comedy und Weihnachtsmusik perfekt harmonieren.
GlasBlasSing ist eine Berliner Band, die seit 2003 auf originelle und kreative Weise Flaschen als vielseitige Musikinstrumente nutzbar macht. Die Musiker haben sich der sogenannten „Flaschenmusik“ verschrieben und präsentieren ihre Songs mit einer Mischung aus Humor und Kreativität. Sie haben eine breite Palette an Flascheninstrumenten entwickelt, auf denen sie sowohl moderne Hits als auch Klassiker spielen. Ihre Shows sind eine Kombination aus Comedy, Musik und Umweltbewusstsein, die ihr Publikum immer wieder begeistert.
Wenn Flaschenmusikern weihnachtlich zumute ist, klingt das bestimmt nicht nach Aberheidschibumbeidschi an still und starr ruhenden Seen. Da macht es „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ auf dem Jägermeister-Xylophon, „Parapapampam“ auf der Wasserspender-Djembe oder „Tätärätätä“ auf der grünen 0,33 Liter Longneck-Flasche vom Getränkemarkt nebenan. Mal mundgeblasen, mal von Hand geklöppelt reiht sich eine auf links gedrehte Festtags-Weise an die nächste und sorgt für frischen Wind im klassischen Advents-Liedgut. Dazwischen werden üppig Flaschenmusik-Evergreens beschert. Was macht sie eigentlich aus, diese ganz spezielle Stimmung im Advent und an den Festtagen? Die Traditionen und Bräuche? Die Geschenke nebst den Herausforderungen, sie zu beschaffen? Die kurzen und kalten Dezembertage? Oder am Ende doch die Gedanken an die Liebsten? Das GlasBlasSing hat sich für all diese Fragen die unmöglichsten Antworten ausgedacht und sie mit reichlich unpassenden Melodien versehen. Wem dann noch hochwertige Weihnachtsgeschenke fehlen, der macht beim speziellen Flaschenmusik-Weihnachtslied-Memory mit und gewinnt sich welche.
Tickets für dieses weihnachtliche Flaschenmusikkonzert erhalten Sie für 28€ an allen bekannten Ticket-Regional VVK-Stellen, sowie online unter www.ticket-regional.de
Einlass ist um 17.00 Uhr, Beginn um 18.00 Uhr.
kulturkraemer
Bildtext: Musik – Recycling – Comedy: GlasBlasSing bringt ein nachhaltiges Weihnachtskonzert nach Saarlouis
Militärische Altlasten: Weitere Fliegerbombe muss entschärft werden
Bei Untersuchungen im Vorfeld von Kanalsanierungsarbeiten ergaben sich in der Lebacher Graf-Haeseler-Kaserne Hinweise darauf, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit eine weitere,noch nicht detonierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegt. Wenn sich die Vermutungen bestätigen, muss diese durch Spezialisten des Landespolizeipräsidiums entschärft und entsorgt werden.
Als Termin für die Entschärfung wurde der Sonntag, 19. Januar 2025, festgelegt. Aus der vermuteten Lage der Bombe ergibt sich voraussichtlich ein Evakuierungsradius von 300 bzw. 500 Metern. Die endgültige Festlegung des Evakuierungsradius erfolgt durch den Kampfmittelräumdienst nach der Freilegung und genauen Betrachtung des Sprengkörpers.
Erst am Pfingstsonntag, 19. Mai 2024, hatte der Kampfmittelräumdienst erfolgreich sogenannte „Blindgänger“ aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Kasernengelände entschärft.
Auf der Internetseite der Stadt werden unter https://www.lebach.de/buergerservice/faq-bombenentschaerfung-1 Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengefasst. Dort wird die Bevölkerung auch über alle Neuigkeiten informiert.
Die unmittelbar von der Sperrzone und der Evakuierung betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden über Anwohneranschreiben informiert.
Außerdem besteht die Möglichkeit, offene Fragen über das extra für diesen Zweck eingerichtete Bürgertelefon zu klären. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ortspolizeibörde sind während der regulären Öffnungszeiten des Bürgerbüros (Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Dienstag zusätzlich 14 bis 16 Uhr und Donnerstag durchgehend von 8 bis 18 Uhr) unter (06881) 59-123 zu erreichen. Am Samstag, 18. Januar ist das Bürgertelefon von 8 Uhr bis 16 Uhr besetzt, am Tag der Evakuierung und Entschärfung (Sonntag, 19. Januar) ab 7 Uhr.
Forschungsprojekt Konnekt stellt Ergebnisse vor
Der Landkreis Saarlouis und seine Gemeinden sehen sich mit weitreichenden wirtschaftlichen und demografischen Veränderungen konfrontiert. Die Veränderungen in der saarländischen Wirtschaft, insbesondere die Abnahme der Beschäftigten in der Stahl- und Automobilbranche, die Ansiedlung von Dienstleistungsunternehmen und die Alterung der Bevölkerung, führen zu neuen Anforderungen an die technische und soziale Infrastruktur. Diese Herausforderungen bieten jedoch auch Chancen für den Landkreis. Durch den Aufbau neuer kreislauf- und zukunftsorientierter Wertschöpfungsketten und innovativer Konzepte für das Zusammenleben und Arbeiten kann die Region langfristig gestärkt werden.
Ein wichtiger Schritt in diese Zukunft ist das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt Konnekt. In den vergangenen 3,5 Jahren hat sich das Projekt unter der Leitung der IZES gGmbH intensiv mit der nachhaltigen Entwicklung und dem Aufbau einer regionalen Kreislaufwirtschaft im Landkreis Saarlouis beschäftigt. Während der Abschlussveranstaltung am 04.11.2024 haben die beteiligten Projektpartnerinnen und -partner ihre Ergebnisse einem breiten Publikum aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft vorgestellt.
„Das Projekt KONNEKT hat gezeigt, wie wichtig es ist, innovative Technologien und menschliche Expertise zu verbinden, um neue Lösungen für die Zukunft zu schaffen,“ betonte Umwelt- und Agrarministerin Petra Berg. „Das Vorhaben war nicht nur ein Vorreiter auf technischer Ebene im Saarland, sondern hat auch wichtige Impulse für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft des Saarlandes und der Großregion gegeben.“
Ein Innovationsökosystem als „Ort der Zukunft“ für den Landkreis Saarlouis
Das Projekt Konnekt hatte zum Ziel, die regionale Kreislaufwirtschaft als Motor für ökonomische, ökologische und soziale Innovation zu etablieren. Die interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Kreisstadt Saarlouis, der Gemeinde Nalbach sowie dem Landkreis Saarlouis war dabei von entscheidender Bedeutung, um den erforderlichen Transformationsprozess gemeinsam zu gestalten. Im Rahmen des Projektes wurden Innovationspotenziale in den Bereichen Energie, Siedlungswasserwirtschaft und Abfallwirtschaft/Sekundärrohstoffe identifiziert. Das Projekt hat Lösungen erarbeitet, die den Aufbau zukunftsorientierter, regionaler Wertschöpfungsketten vorantreiben sowie die Umsetzung konkreter Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung unterstützen.
Besonders die Kreisstadt Saarlouis profitiert von den Ergebnissen des Projekts. Beigeordneter Gerald Purucker hob hervor: „Das Forschungsprojekt KONNEKT stellt für unsere Stadt Saarlouis einen erheblichen Mehrwert dar. Die gewonnenen Handlungsempfehlungen zum regionalen Stoffstrommanagement und zur Kreislaufwirtschaft der Zukunft geben uns Impulse für eine nachhaltige Entwicklung. Besonders hervorzuheben ist auch die Unterstützung bei der Planung nachhaltiger Wohn- und Gewerbegebiete, die unsere Stadt zukunftsorientiert voranbringen. Der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Ökologie und Verkehr hat die Handlungsempfehlungen des Programmes durch einen Beschluss bestätigt. Die verstärkte interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nalbach und dem Landkreis, aber auch den Transferkommunen Erfurt und Eisenhüttenstadt zeigt eindrucksvoll, wie gemeinsames Handeln Lösungen schafft, die weit über die Region hinauswirken können.“
Präsentation der Projektergebnisse und „Messe der Möglichkeiten“
Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Projektergebnisse präsentiert und deren Verstetigung diskutiert. Wie beispielsweise die Anwendung eines Maßnahmenkataloges zur Entwicklung nachhaltiger Wohngebiete und Gewerbegebiete und die interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Stadt Saarlouis und der Gemeinde Nalbach mittels einer gemeinsamen Personalstelle zum Aufbau eines Energie- und Stoffstrommanagements.
Auf der „Messe der Möglichkeiten“ ging es in Gesprächsrunden schwerpunktmäßig um Themen der interkommunalen Zusammenarbeit. In diesem Kontext wurde unter anderem eine Machbarkeitsstudie zur Verwertung der bisher extern vergebenen saarländischen Grüngutmengen durch Björnsen Beratende Ingenieure präsentiert. Zudem hat der Landkreis Saarlouis den digitalen Regionalmarkt als Plattform für die regionale Vermarktung vorgestellt. Landrat Patrik Lauer: „Die Vernetzung unserer lokalen Betriebe mit bestehenden und potentiellen Kunden stärkt unsere Wirtschaft vor Ort, mindert lange Lieferketten, fördert die Kreislaufwirtschaft und sensibilisiert die Menschen für regionale Produkte. Mit diesem Projekt konnten wir einen wertvollen Beitrag zur Förderung von Regionalität und Nachhaltigkeit leisten.“
Die Veranstaltung bot verschiedenen Akteuren, insbesondere kommunalen Vertreterinnen und Vertretern, die Möglichkeit zum praxisnahen Austausch in Form von Netzwerkaktivitäten und der themenbezogenen Diskussion in Kleingruppen. Die Kooperationspartner luden dazu ein, das Erreichte zu feiern und sich über konkrete Umsetzungsperspektiven für die kommunale Praxis auszutauschen.
Das Projekt Konnekt hat aufgezeigt, dass regionale Kreislaufwirtschaft durch Zusammenarbeit und Innovation einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung leisten kann.
Über das Projekt Konnekt
Das Forschungsprojekt Konnekt, gefördert durch das BMBF, hat die Beteiligten über 3,5 Jahre hinweg dabei unterstützt, sich als „Ort der Zukunft“ zu etablieren und ein Innovationsökosystem im Bereich der regionalen Kreislaufwirtschaft aufzubauen. Durch eine enge Kooperation zwischen Kommunen und engagierten Akteuren wurden Maßnahmen und Konzepte entwickelt, die das Potenzial für eine zukunftsfähige, resiliente und ökologische Entwicklung des Landkreises bieten.
Das Vorhaben wurde von der IZES gGmbH geleitet; das Konsortium setzte sich darüber hinaus aus der Gemeinde Nalbach, der Kreisstadt Saarlouis und dem Landkreis Saarlouis, dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und der Bauhaus-Universität Weimar sowie Expert*innen von Björnsen Beratende Ingenieure zusammen.
Die Kooperationspartner stellten im November in Saarlouis ihre Ergebnisse vor.
Bild: Sophia Tull